Versorgungsausgleich

Die finanzielle Sicherheit im Alter ist ein wichtiges Thema. In Deutschland besteht die Absicherung aus dem Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge

  • gesetzliche Rentenversicherung
  • betriebliche Altersversorgung
  • private Rentenversicherung

Um später eine gesetzliche Altersrente beziehen zu können, muss ein Anspruch hierauf erworben werden. Er wird begründet durch die Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung. Für einen Mindestzeitraum von 5 Kalenderjahren müssen Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung bezahlt werden, um später eine gesetzliche Rente beziehen zu können.

Unter betrieblicher Altersvorsorge versteht man den Aufbau einer Zusatzrente über den Arbeitgeber.

Bei einer privaten Rentenversicherung werden freiwillig Beträge in eine private Versicherung eingezahlt. Im Alter wird die vertraglich vereinbarte Summe monatlich oder in einem Betrag ausgezahlt.

In einer Ehe entschließt sich das Ehepaar eine Familie zu gründen. Um die Kinder zu betreuen, bleibt regelmäßig einer der Ehegatten, zumindest vorübergehend, zu Hause und reduziert seine Berufstätigkeit. In dieser Zeit erwirbt er aufgrund der reduzierten Berufstätigkeit geringere Rentenanwartschaften. Kindererziehungszeiten werden zwar angerechnet aber zu einem geringen Teil berücksichtigt. Der arbeitende Ehepartner erwirbt hingegen uneingeschränkt Rentenanwartschaften. Die Entscheidung, Kinder zu bekommen, ist jedoch die Entscheidung beider Eheleute. Vor diesem Hintergrund wäre es unfair, wenn im Falle einer Scheidung nur der ununterbrochen berufstätige Ehegatte seine vollen Rentenansprüche bezieht und der die Kinder betreuende Ehegatte mit deutlich geringeren Rentenanwartschaften im Alter leben muss. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber einen Rentenausgleich – sog. Versorgungsausgleich – geschaffen.

Im Rahmen eines Scheidungsverfahrens werden explizit für die Ehezeit die Rentenansprüche jedes einzelnen Ehepartners ermittelt und miteinander verglichen. Derjenige, der mehr Rentenansprüche erworben hat, muss einen Teil seiner Ansprüche an den anderen Ehegatten übertragen.

Kommt Zeit, kommt Rente –
kommt Rente, geht Zeit.

Round Table

Wir sprechen über diese Themen in unseren Round Table Treffen zu recht.privat. Der Round Table ist eine Aktion von Herfurth & Partner und dient der Aufklärung und Absicherung von Wünschen und Entscheidungen in der Familie im Zusammenhang mit Vermögen, Vorsorge und Nachfolge.

Die nächsten Termine finden Sie in der Rubrik Round Table (Startseite).

Publikationen

Weiterführende Informationen zu vielen Themen finden Sie in der Rubrik Publikationen (Startseite).

Ihre Ratgeberin

Angelika Herfurth,
Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht

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