Vorsorge

Eine Absicherung gegen Risiken

Die Planung der Vermögensnachfolge und die Vorsorge für einen plötzlichen Ausfall als Unternehmer oder Privatperson ist eine sehr wichtige Aufgabe -auch bereits für junge Menschen und deren Angehörigen unabdingbar. Viele Menschen, die ansonsten im Leben aktiv und erfolgreich sind, scheuen sich aber, Entscheidungen für sich selbst für die Risiken von Tod und Krankheit zu treffen. Das liegt zum einen an einem Unbehagen, an diese Themen zu denken und Entscheidungen zu treffen, zum anderen aber auch daran, dass die Aufgaben komplex und schwer überschaubar escheinen.Eine strukturierte Planung und Umsetzung helfen aber entscheidend, die richtigen Lösungen zu finden und durchzuführen.

Das LifeBook Konzept umfasst alle notwendigen Instrumente und Unterlagen für Ihren Notfallkoffer.

Das LifeBook Konzept

Der Nachfolge Check-up

Als ersten Schritt sollte jeder eine Bestandsaufnahme machen. Welche Regelungen bestehen bereits? Testamente, Erbverträge, Schenkungen? Welche Vermögensgegenstände sollen bei einem unvorhergesehenen Tod welchen Personen zufallen? Dazu benötigt man eine vollständige Vermögensaufstellung, am besten in Form der Privatbilanz. Und die wichtigste Frage bei Unternehmern und Selbständigen ist: wer wird der Nachfolger?


Privatbilanz und Vermögensplan

Die vollständige Vermögensaufstellung strukturiert man am besten in der Form der Privatbilanz. Diese gliedert für jedes Familienmitglied die Vermögensgegenstände systematisch und ordnet ihnen eventuelle Schulden zu, etwa noch laufende Kredite für Immobilien.Der Vermögensnachfolgeplan zeigt dann in einer Bewegungsbilanz für die gesamte Familie , welches Vermögen an wen weitergegeben werden soll und kontrolliert die Planungen mit mehreren Tests:

  • Erbquotentest
  • Pflichtteilstest
  • Erbschaftsteuertest
  • Liquiditätstest


Der Notfallplan

In einem Notfallplan sollte man dann beschreiben, wer im Falle seines Ausfalls zu informieren ist und welche Maßnahmen zu ergreifen sind. Der private Notfallplan betrifft den Erkrankten oder Verstorbenen und seine Angehörigen, der betriebliche Notfallplan ist eine Maßnahme des Risk-Management und soll die bestmögliche Fortsetzung des Geschäftsbetriebs sicherstellen. Dieser ist mit den leitenden Angestellten des Unternehmens auszuarbeiten und von diesen auch im Ernstfall umzusetzen.


Unterlagen und Verzeichnisse

Für seine Angehörigen muss man dann alle notwendigen Informationen bereit stellen, insbesondere die Bankkonten und Versicherungspolicen. Und Passwörter und Zugangscodes. Nicht selten wird Geldvermögen im Ausland herrenlos, weil nur der Verstorbene, aber nicht seine Angehörigen die Existenz und Zugänge kannte.


Versicherungen

Eine geordnete Übersicht aller bestehender Versicherungen ist für die Hinterbliebenen äußerst hilfreich, dies betrifft insbesondere die Lebensversicherungen. Die Auflistung sollte auch den Standort der Verträge angeben; am besten werden die Policen in Kopie im LifeBook mit aufgeführt.
Die Liste sollte alle vorhandenen Versicherungen mit ihren wesentlichen Angaben aufführen.

Die Liste ist regelmäßig zu aktualisieren. Der mit Datum versehene aktuelle Stand ist zu dokumentieren.

Vollmachten für Geschäft und Privatvermögen

Im Todesfall können Erben oder Angehörige nicht sofort für den Verstorbenen handeln – sie müssen sich erst durch einen Erbschein oder ein notarielles Testament als Berechtigten ausweisen.  Diese kann aber wertvolle Zeit in Anspruch nehmen. Daher sollte der Erblasser an geeignete Personen Handlungsvollmachten ausstellen.

Das gleiche gilt für den Fall, dass eine Person nicht mehr geschäfts- oder Handlungsfähig ist, etwa in einer Koma-Lage.

Fällt ein Unternehmer als Geschäftsführer aus, müssen andere für ihn handeln können. Falls keine Prokuren oder Handlungsvollmachten erteilt wurden, sollten jedenfalls Geschäftsvollmachten oder Generalvollmachten bereitliegen. Dies betrifft auch die Ebene des Gesellschafters: solange der Erbe nämlich keinen Erbschein oder ein öffentliches Testament vorweisen kann, ist er nicht formal berechtigt und kann also auch keine Gesellschafterbeschlüsse zum Handelsregister einreichen – etwa den Beschluss in dem er sich zum neuen Geschäftsführer bestellt hat.


Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Für seine ganz persönliche Lage durch schwere Krankheit oder Geschäftsunfähigkeit stellt jeder möglichst Entscheidungshilfen bereitstellen, etwa eine Patientenverfügung und eine Betreuungsvollmacht. Und für den Fall, dass beide Eltern minderjähriger Kinder zu Tode kommen, empfiehlt sich eine Sorgerechtserklärung, also die Benennung von Personen, die das Sorgerecht ausüben sollen – oder aber gerade nicht. Das Familiengericht wird sich daran orientieren.

Diese persönlichen Verfügungen gehören im Grundsatz nicht in ein Testament, weil sie sonst erst mit der Testamentseröffnung bekannt werden und damit manchmal zu spät. Gesonderte Erklärungen sind daher praktikabler, in bestimmten Fällen empfiehlt sich auch hier eine notarielle Beurkundung.

Das gleiche gilt auch für Verfügungen und Wünsche zur eigenen Bestattung. Besondere Wünsche, etwa zur Bestattungsart, sollten sich in einer gesonderten Bestattungsverfügung finden.


Testament und Erbverträge

Die Basis für die Nachfolgeregelung bilden regelmäßig das Testament oder ein Erbvertrag. Sollte der Erblasser noch kein Testament errichtet haben, muss er dieses unverzüglich tun, wenn die gesetzliche Erbfolge in seinem Fall zu ungewollten oder ungünstigen Ergebnissen führen würde. So sollte jedenfalls eine Vererbung von Betriebsvermögen an Minderjährige ohne Testamentsvollstreckung vermieden werden. Auch die Vererbung von Anteilen an Familienunternehmen auf die Ehefrau eines Gesellschafters soll oft ausgeschlossen sein. Da die Entwicklung und Gestaltung eines weit reichenden Testaments seine Zeit braucht, muss man unter Umständen ein vorläufiges Sofort-Testament errichten, das die wichtigsten Nachfolgeregelungen enthält und zumindest den Nachlass auf die gewünschten Personen kanalisiert. Testamente können nach deutschem Recht notariell oder privatschriftlich errichtet werden, beide Formen sind gleichwertig. In nicht nur einem Fall hat eine kurze, aber formgerechte Verfügung auf einem Karoblock noch rechtzeitig geholfen, den Nachlass in den wichtigsten Punkten richtig zu ordnen.


Briefe an Angehörige und Unternehmen

Nicht selten formuliert der Erblasser Hinweise, Anweisungen, Wünsche und Grüsse an seine Hinterbliebenen, aber auch die Unternehmensleitung. Auch diese Erklärungen sollten besser in eigene Briefe eingehen und nicht in das Testament aufgenommen werden. In jedem Fall muss der Verfasser vermeiden, dass aus derartigen Mitteilungen testamentarische Anordnungen und Auflagen herausgelesen werden können, die das eigentliche Testament unterlaufen.


Das Projekt Notfallkoffer

Die Zusammenstellung eines Notfallkoffers benötigt weniger Zeit als vielfach angenommen – aber eine konsequente Erledigung. Das Ergebnis hilft jedenfalls der Familie und den Angehörigen und erspart ihnen zumindest an dieser Stelle manche Sorge.

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